Erfahrungen

Was probiert man alles gegen Akne und unreine Haut im Laufe der Jahre aus?

Ein kleiner Auszug meiner Erfahrungen der letzten 17 (!) Jahre:

  • (viele) Hautärzte: Alle Hautärzte, bei denen ich war, hatten extrem wenig Zeit, haben kaum zugehört und mich schnell abgefertigt. Zudem waren einige wirklich unfreundlich und in keinster Weise verständnisvoll (wenn Sie mit so viel Make-up im Gesicht hier ankommen, kann ich nichts diagnostizieren). Ich habe in den Jahren viele verschreibungspflichtige Medikamente erhalten und ausprobiert, deren Anwendung aber nicht richtig erklärt wurde und somit die Haut nur mehr belastet haben, da sie (als alleinige „Pflege“) meist nur schälend und austrocknend wirken. Zum Beispiel Vitamin A Säure als alkoholisches Tonic, Skinoren, Duac Akne Gel, Differin, BPO, Antibiotika und das allseits beliebte und einzige Mittel der Ärzte gegen Akne: Aknenormin (Isotretinoin). Traurig, dass die Forschung in all den Jahren noch nicht weiter gekommen ist, denn die innerliche Einnahme von Iso wurde mir als Teenager schon mal angeraten. Ich würde es niemals nehmen, ganz egal wie schlimm die Akne ist (und ich hatte schwere Akne), da die Nebenwirkungen die Wirkung meiner Meinung nach übersteigen (Haarausfall, Austrocknung der gesamten Haut, Lippen, Augen, Gelenke; Rückenschmerzen, Depressionen, Suizid, Leberschäden, Fruchtschädigend).
  • Hochprozentige Fruchtsäurepeelings (70%) beim Hautarzt mit anschließender Ausreinigung: Die Haut brannte wie Feuer, eine offene Wunde entstand und es bildete sich eine Kruste im ganzen Gesicht. Nach einigen Wochen bzw. 3 Monaten gab es eine deutliche Besserung – ich weiß noch heute genau, wie wundervoll ich es damals fand, ohne Make-up aus dem Haus gehen zu können. Nach dem Absetzen der starken und teuren Peelings kam die Akne aber wieder. Die Kosten lagen bei 22€ pro Sitzung, also habe ich damals für 12 Sitzungen (1x pro Woche) ca. 264€ dafür ausgegeben.
  • Kosmetikerin: Ich war bei vielen Kosmetikerinnen, zwei von ihnen waren sogar meine Freundinnen. Keine konnte mir auf Dauer helfen. Ich habe Microdermabrasionen, Ausreinigungen, Masken usw. machen lassen, es sah manchmal einige Tage danach besser aus, manchmal auch nicht – und immer kam die Akne wieder. Mein Problem bei Kosmetikerinnen ist: sie sind meist an eine Marke gebunden. Von dieser Marke ist dann einiges gut (wenn man Glück hat), das meiste aber fast immer schlecht (d. h. nicht reizfrei). Und es geht ins Geld. Viele arbeiten noch nach dem alten Prinzip, mit Alkohol desinfizieren zu müssen, was die Haut austrocknet und so die Talgproduktion noch mehr anheizt! Es wird meist nur an den Symptomen angesetzt (Ausreinigung), nicht aber an der Ursache. Natürlich, denn damit verdienen sie ihr Geld).
  • Frauenarzt Die Pille habe ich seit der Pubertät genommen, wie fast jedes junge Mädel. Zwischendurch immer mal wieder abgesetzt oder vergessen, aber doch bis Mitte 20 genommen. Irgendwann ging es mir mal psychisch nicht so gut und ich habe über google damals gelesen, dass dies eine Nebenwirkung der Pille sein kann (Depressionen). Bei „meiner“ Pille war es besonders häufig. Also hörte ich ganz auf, die Pille zu nehmen-bis heute. Nie wieder werde ich mir den Hormoncocktail geben und kann nur jedem raten, es zu hinterfragen und sich zu informieren. Die Pille wird leider viel zu sehr verharmlost und zum Glück höre ich von immer mehr Seiten, dass die Frauen sich damit mehr beschäftigen. Und ja, es funktioniert auch mit einem festen Freund wunderbar ohne Pille (Stichwort Zykluskalender) 😉
  • Hautpflege aus der Apotheke: Leider bin ich teilweise falsch oder gar nicht beraten worden, es werden ne Akne fast immer alkoholische Tonics empfohlen, die Parfum und kaum Wirkstoffe enthalten und auch noch recht teuer sind. Ich dachte dass gerade die Hautpflege aus der Apotheke besser wäre und bin damals fast verzweifelt, als eins nach dem anderen nicht wirkte und mich auch noch ziemlich viel Geld gekostet hat. Ein Apotheker (älteres Semester) riet mir sogar: „Mit Kernseife ordentlich schrubben!“ -.-
  • Hautpflege aus der Drogerie: Fast ausschließlich alle Produkte, die für unreine Haut ausgeschrieben sind, enthalten Alkohol, außerdem oft Duftstoffe wie Parfum oder ätherische Öle (Teebaumöl, Eukalyptus, Minze). Man probiert immer mal wieder was aus, es wirkt nicht und man kauft das nächste. So ist es konzipiert.
  • Naturkosmetik: Leider zu Unrecht hoch gelobt. Durch das Wort „Natur“ wird dem Verbraucher suggeriert, dass er sich etwas Gutes tut, indem er natürliche (Bio-) Produkte benutzt. Leider werden diese mit Alkohol und ätherischen Ölen konserviert, um 100% Natur zu sein. Schade! An diesem System hing ich sehr und es fiel mir schwer, wieder davon abzulassen. Doch nach einem halben Jahr und keiner Besserung musste ich wieder nach Alternativen schauen. Es gibt vereinzelt Naturprodukte, die reizfrei formuliert sind, diese sind aber selten und meist nur online zu erwerben.
  • Wunderheiler: Da ich Kassenpatientin  bin, musste ich diesen privaten Arzt, der angeblich ein Wunderheiler sein sollte, mit 50€ aus eigener Tasche bezahlen. Extra einen Tag Urlaub genommen, um 6 Uhr aufgestanden, ins tiefste Ostfriesland gefahren und gehofft, dass ich überhaupt drankomme. Denn dieser spezielle Arzt vergibt keine Termine an Erstpatienten. Es war eine wundersame Erfahrung, letztlich hat auch er mir auch nur ein Antibiotikum verschrieben und mir gesagt, was ich nicht/ wenig essen darf (Schweinefleisch, Zucker, Orangen). Das Antibiotikum habe ich nicht mal aus der Apotheke geholt, denn mit Privatrezept 1. teuer, 2. viele Nebenwirkungen und 3. kommt nach dem Absetzen von Antibiotika sowieso die Akne wieder.
  • Ernährungsumstellung: ich habe einige Zeit versucht, Zucker ganz wegzulassen, was aber nur 8 Tage am Stück geklappt hat. Allerdings habe ich insgesamt mehr auf gesunde Ernährung geachtet, viel mit frischem Gemüse gekocht und mir sogar einen großen Entsafter gekauft, mit dem ich mir jeden Tag einen frischen Saft aus Karotten, Äpfeln und einer Zitrone gepresst habe. Orangen habe ich gemieden, weil ich das Gefühl hatte diese zu dem Zeitpunkt nicht zu vertragen. Ich habe Nahrungsergänzungsmittel wie Zink, Vitamin B Komplex, Biotin, Kieselerde, Chlorella Algen und MSM (Schwefel) zu mir genommen. Das alles zusammen war teurer als eine „normale“ Ernährung, hier sah ich allerdings den Vorteil für den ganzen Körper. Direkt geholfen hat es natürlich nicht, man hat aber wenigstens das Gefühl, seinem Körper etwas gutes zu tun und dabei die Hoffnung, dass die Haut dadurch ebenfalls besser wird.
  • Heilpraktiker/in: Zum Ende meiner Reise war ich bei einer Heilpraktikerin, die mit Iris-Diagnose arbeitet. Sie hat sich viel Zeit genommen, was für mich eine Wohltat war, denn ich war es gewohnt, dass die Hautärzte mich innerhalb weniger Minuten abfertigen. Sie stellte ihre Diagnose und schrieb mir einiges an pflanzlichen und homöopathischen Medikamenten auf. Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, dass dies wirklich zu einer Lösung meiner Probleme führen kann. Ich fühlte mich gut, etwas für meinen Körper zu tun. Es half leider nicht direkt gegen die Akne (3 Monate Einnahme), trug aber vielleicht zur Heilung bei. Allerdings muss man einen Heilpraktiker selbst bezahlen, dies schlug mit 70€ und die Medikamente mit weiteren 120€ zu Buche.
  • BHA/AHA/Retinol/reizfreie Pflege: Durch monatelange, tägliche und fast schon besessene Internetrecherche habe ich endlich die Lösung gefunden. Ich wundere mich auch immer wieder, wie oft man davon im Internet liest, wenn man erstmal weiß, nach was und wo man suchen muss! Es funktioniert – und das seit jetzt einem Jahr. Meine Akne ist Geschichte! Doch es war eine lange und harte Reise. Deshalb habe ich auf diesem Blog mein gesamtes Wissen zusammengetragen – um Euch diesen langen Weg zu ersparen bzw. Euch Lösungen zu präsentieren, die WIRKLICH wirken 🙂
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